Über mich

Ganz kurz...

Mit dem Opi 1971.
Mit dem Opi 1971.

Ich wurde 1969 in Duisburg geboren, bin in Frankfurt am Main aufgewachsen und habe in Konstanz, Cork und Bristol Germanistik, Anglistik und Geschichte studiert. Mit meiner Frau und unseren beiden Kindern lebe ich am Bodensee. Ich arbeite als Gymnasiallehrer und freier Journalist.  Zudem bin ich in der Lehrerfortbildung tätig. Wenn mal nichts anliegt, fahre ich am liebsten mit meinem Boot zum Fischen auf den See.

Warum Schreiben?

Als Student.
Als Student.

Manches will man einfach tun. Ohne zu fragen: Warum? Was bringt es mir? Eigentlich war mein Leben auch so ziemlich voll und bunt.  Aber mit dem Schreiben ist es noch voller und bunter geworden. Warum das so ist? So genau weiß ich das auch nicht. Wahrscheinlich, weil es ungemein erfüllt und befreit, in Gedanken und mit Worten eine kleine Welt entstehen zu lassen. 

 

 

Es klingt pathetisch und irgendwie übertrieben, aber es stimmt: Schreiben heißt maximales Gestalten. Und so anstrengend das auch ist, so sehr man um Worte ringt, mit sperrigen Details ficht, an Plot und Figuren feilt, mal wieder auf Einfälle wartet… Tauche ich in diese meine Welt ein, ist alles andere ganz weit weg. Ich lebe und denke und atme in etwas, das es eigentlich gar nicht gibt. Und das ist so cool!    

Worum es mir geht

Matthias Moor 2019.
Matthias Moor 2019.

Besonders wichtig ist mir bei meinen Romanen die Erkundung vielschichtiger und abgründiger Figuren mit komplexen und widersprüchlichen Motiven. Um diese deutlich zu machen, setze ich sie in Extremsituationen. 

 

Außerdem faszinieren mich Menschen mit einer schwierigen Vergangenheit, die nicht aufgeben und nicht allzu selbstmitleidig sind, sondern kämpfen und es auch schaffen, mit dieser Vergangenheit klarzukommen und ein würdiges und erfülltes Leben zu führen. Von daher sind meine Romane düster und abgründig, aber nicht ohne Hoffnung.

 

Dann mag ich spannende, atmosphärische und handlungsreiche Geschichten, mit einer klaren, einfachen, eindringlichen Sprache. Die Orte sind mir wichtig. Nicht nur, weil ich gern Landschaften beschreibe und sie mit dem Innenleben meiner Figuren verknüpfe, sondern weil uns Räume mit ihrer Geschichte, Beschaffenheit und ihren Verhältnissen prägen: Sie sind der Rahmen, in dem wir uns entfalten und an dem wir uns reiben. Krimis und Thriller sind die Genres, in denen ich all dies am besten verwirklichen kann.

 

Ich wünsche mir, dass die Leser*innen von den Figuren ähnlich ergriffen werden, wie sie mich beim Schreiben ergreifen, dass ihnen deren Schicksal unter die Haut geht. Die Figuren sollen so beschaffen sein, dass man sie meistens mag und manchmal nicht, sich über sie aufregt, sie nicht immer versteht, doch gern über sie nachdenkt. Und vielleicht sogar das ein oder andere Mal zurückblättert.

 

Ich hoffe, dass sich manch einer in den Figuren wiedererkennt, in ihrer Verletzlichkeit und Verletztheit, ihrer Widersprüchlichkeit, Unzulänglichkeit und Vielschichtigkeit, aber auch in ihrem Mut und ihrer Stärke. Meine Geschichten sollen Mut machen, sich Schwierigkeiten zu stellen und zu erkennen: Wir sind verwundbare Wesen in einer komplizierten Welt und viel weniger frei, als wir das meinen, aber die Lage ist nicht aussichtslos. Wenn man nachdenkt, sich selbst vertrauen lernt, Hilfe sucht und sich anstrengt, kann das Leben schön und erfüllend sein und Chancen bieten, auch wenn es schlimme Zumutungen gegeben hat.