Fischerkrieg am Bodensee

Kann ein See zu sauber sein?

Soeben erschienen.

Packender Öko-Krimi und Familiendrama

Am Bodensee sinken die Fischbestände dramatisch, die Fischer fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Journalistin Alexandra Kaltenbacher soll über die Lage berichten. Als sie in der Zeitung das Foto eines ermordeten Mannes entdeckt, läuten bei ihr die Alarmglocken: Derselbe Mann hatte ihr kurz zuvor Hinweise über den Verbleib ihrer Mutter versprochen, die einst am See verschwand. Privatdetektiv Martin Schwarz soll Ermittlungen dazu anstellen. Was er herausfindet, wirft ein neues Licht auf den alten Fall. Das gefällt nicht jedem – und ein unerbittlicher Fischerkrieg beginnt …

 

Der neue Martin-Schwarz-Krimi: packend, witzig und politisch. Wie immer sehr atmosphärisch und mit viel Lokalkolorit. Ein Familiendrama im Berufsfischermilieu, verbunden mit einem aktuellen ökologischen Thema.

 

Hintergrund

Seit einigen Jahren ist die Situation der Berufsfischer am Bodensee prekär. Weil der See immer sauberer und damit auch immer nahrungsärmer wird, sind die Fischbestände stark eingebrochen. Die Fischer fangen immer weniger, viele haben ihre Betriebe bereits aufgegeben. Gleichzeitig ist der Bedarf an Fisch in der Region hoch geblieben: Einheimische wie Touristen möchten gerne frischen "Bodenseefisch" essen. Deshalb werden jedes Jahr viele hundert Tonnen Felchen, Barsche und Zander aus Finnland, Russland und Kanada importiert. Dabei hat der importierte Fisch einen katastrophalen CO2-Fußabdruck...

 

Was also tun? Soll man, was viele Berufsfischer fordern, über die Kläranlagen wieder mehr Phosphat in den See lassen? Sind Netzgehege für Felchen im Bodensee die Lösung? Oder sollen die fischfressenden Kormorane, deren Bestände in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen sind, massiv bejagt werden?

 

Knifflige Fragen, die viele Menschen am See bewegen. Der Krimi geht ihnen nach. Seit Jahrzehnten fasziniert mich der See mit seiner komplexen Ökologie. Bei meinen Recherchen habe ich mit Wissenschaftler:innen und Berufsfischer:innen gesprochen. Einfache Antworten gibt es nicht. Doch so bleiben, wie es ist, kann es auch nicht. Denn für viele Fischer geht es um die Existenz. Und in Zeiten des Klimawandels macht es keinen Sinn, dass sich Restaurants ihren "Bodenseefisch" von anderen Kontinenten holen...

Galerie

Zur Recherche suche ich die Schauplätze meiner Romane auf und fotografiere sie. Die Orte inspirieren mich. Ich fahre mit bestimmten Ideen hin und komme mit anderen zurück. Während des Schreibens schaue ich mir die Fotoserien an. Mir geht es nicht um absolute Detailgenauigkeit, aber die Ortsbeschreibungen sollen stimmen - in einem impressionistischen Sinn...

 

Dieser Roman spielt im Berufsfischermilieu. Um es kennenzulernen, habe ich mit einigen Berufsfischern gesprochen, und der Konstanzer Fischer Hans Leib hat mich auch mit hinaus zum Fischen genommen.